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English Design

Hinter dem Fenster rauscht beruhigend der Regen, eine Tasse in der Hand, eine Decke auf dem Schoß und schon ist man mittendrin im englischen Einrichtungsstil…

Der englische Einrichtungsstil hat nicht so viel Popularität erlangt wie der skandinavische Einrichtungsstil, der in letzter Zeit sehr beliebt ist. Obwohl beide durch das kühle Klima und die Natur inspiriert sind, kann man sich kaum vorstellen, dass es noch mehr unterschiedliche Einrichtungsstile gibt.

Die Wohnung im englischen Stil ist perfekt, um Gäste zu empfangen und gemeinsam Tee zu trinken, wie in den Romanen von Jane Austen oder Thomas Hardy. Es muss warm und gemütlich sein, ein bisschen sentimental, sehr heimlich und traditionell. Aber auf keinen Fall langweilig! Wie in einem echten englischen Herrenhaus hat der Raum Platz für einen klassischen viktorianischen Tisch, frivole Musselinvorhänge und einen Strauß frischer Wiesenblumen. Das englische Interieur balanciert zwischen rustikalem und klassischem Stil und hat – überraschenderweise – viel mit dekorativem Eklektizismus gemeinsam.

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https://www.designersguild.com/de-ch/the-royal-collection/l1396

Im englischen Einrichtungsstil sollten die beschriebenen schwereren Holzelemente auf dem Hintergrund der neutralen Farben dargestellt werden. Die obligatorischen Elemente wie Tapeten, luftige Vorhänge, weiche Polsterungen oder Teppiche sollten Vanille, Elfenbein, Beige, Lachs, Graublau oder gebrochenes Grün sein. Es lohnt sich auch, ein wenig Weiß einzuführen – aber Vorsicht. Es ist besser, sich für sehr helle Grautöne zu entscheiden, als zu riskieren, dass ein großer weißer Fleck die gesamte Dekoration unterkühlt.

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Im englischen Salon ist immer Platz für einen weißen Stoff – kariert, gestreift oder (am besten) mit einem kleinen Blumenmuster. Die Muster mit Blumen sind für den englischen Stil geradezu erträumt, denn sie geben dem Raum einen romantischen, rustikalen Charakter. Ob es sich um ein florales Muster oder ein Motiv mit großen Rosen/Lilien handelt. Man kann auch verschiedene Blumenmotive zusammenstellen und viel Spaß beim Gestalten der neuen Arrangements haben. Zum Schluss können Sie die Dekoration mit einer bauchigen Porzellanblumenvase vervollständigen – natürlich mit frischem oder getrocknetem Blumenstrauß. Zum Schluss kommen wir zu dem schönsten, aber auch schwierigsten Thema: Das Zubehör.

Wenn man einen englischen Salon betritt, kann man den Eindruck bekommen, dass sein Besitzer einen mittelgroßen Flohmarkt ausgeraubt hat. In jedem Regal steht (sehr) unterschiedlicher Schnickschnack, an den Wänden hängen viele Bilder in stilisierten Rahmen und die Möbel sind unter den vielen Tischdecken und Tagesdecken kaum zu erkennen. Natürlich ist die Übertreibung praktisch nie gut, aber bei einer englischen Einrichtung kann die Anwendung des Prinzips «weniger ist nie mehr» dem Raum einen idyllischen Charme verleihen. Wenn Sie Glück haben, können Sie beim Dekorieren sogar Familienerbstücke verwenden. Es lohnt sich jedoch, Kleinigkeiten im Landhaus- oder Kolonialstil sowie warme Decken und Kissen hinzuzufügen, von denen man gerade im Herbst nicht genug hat. Im Gegensatz zu den industriellen Einrichtungen bietet der englische Stil einen viel größeren Spielraum bei der Dekoration des Hauses. Praktisch jedes Accessoire kann hier seinen Platz finden und die Ganzheitlichkeit in ihrer Vielschichtigkeit wird ohnehin einen herrlich einheitlichen Eindruck machen.
In diesem Stil wird sich sowohl ein romantischer als auch ein rationaler Mensch zurechtfinden.

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